Besteht Dein Vorhaben den ZIELE-Test?

Aufgrund der Erkenntnis, dass die klassische Vorgehensweise für mich und viele meiner Kundinnen zu wenig befriedigenden Ergebnissen führte, habe ich 2006 damit begonnen, nach anderen Wegen zu forschen, um persönlich-berufliche Ziele zu entdecken und zu überprüfen. Wenn Du mit dem klassischen Vorgehen nichts anfangen kannst, findest Du hier mit den ZIELE-Schritten einen sehr persönlichen Zugang.

Darum geht's hier:

In meinem Beitrag „Warum ich keine SMARTen Ziele setze“ habe ich beschrieben, warum ich diese vielgenutzte Formel nicht einsetze. Ich möchte Dich ermutigen, Dinge so anzugehen, wie Du es für richtig empfindest. In diesem Beitrag stelle ich Dir einen Ansatz vor, den ich seither nutze und der Dir einen sehr persönlichen Zugang zu Deinem Zielen ermöglicht.

Die Grundfrage meiner Forschung war:
Was zeichnet ein Ziel aus, das wir gerne erreichen wollen, uns sogar magisch anzieht?

Ich entdeckte Kriterien und weitere Fragen, die sich über das Wort ZIELE erschließen. Der schöne Nebeneffekt: ZIELE für Ziele lässt sich leicht merken 🙂

Einen schnellen Überblick über die 5 Bestandteile des ZIELE-Tests findest Du auch in einem kurzen Video „Der ZIELE-Test für kraftvolle und klare Ziele“ auf meinem YouTube-Kanal.

Wofür stehen die fünf Buchstaben von ZIELE?

Z wie Zukunft

Wenn wir uns mit Zielen – oder wie ich sie lieber nenne: Vorhaben – beschäftigen, ist dies die zentrale Frage:

Welche Zukunft stelle ich mir vor?

Gefolgt von der Frage: Bringt mich mein Vorhaben in die gewünschte Richtung?

Viele Menschen blicken zunächst in die Vergangenheit, um von dort den Blick in die Zukunft zu werfen.

Das kann, muss jedoch nicht funktionieren.

Zumindest beschränkt es die eigene Sichtweise auf ein „wenn – dann“: Wenn ich mir in der Vergangenheit jenes gewünscht habe, dann gilt dies auch (noch) für die Zukunft.

Der andere Weg…

Richte Deine Aufmerksamkeit von der Gegenwart zu den Dingen, die Dir für die Zukunft wichtig sind. Diese ändern sich mit zunehmendem Lebensalter. Lasse Dich dabei von André Gide inspirieren: Nur wer den Mut hat, alte Küsten zu verlassen, entdeckt neue Erdteile. Die Suche nach „neuen Erdteilen“ unterliegt keiner Altersbeschränkung.

Überprüfung Deines Vorhabens:

  • Bringt mich mein gewähltes Ziel meiner gewünschten Zukunft näher?
  • Erreiche ich damit die Lebens-Qualität, die ich mir wünsche und vorstelle?

I wie Individuell

Mit Erstaunen stelle ich immer wieder fest, wie viele Menschen fremde Ziele verfolgen. Es sind vielfach die unerledigten Wünsche der Eltern. Ohne dies zunächst zu erkennen. Gerade bei persönlichen Zielen kann es passieren, dass Du einem Traum nachläufst, der nicht Dein eigener ist. So wie ich mit dem Jurastudium den Traum meiner Mutter verwirklicht habe 😉

Einflüsse von außen erkennen

Es spielt hierfür überhaupt keine Rolle, wie alt wir sind. Der Einfluss aus dem Elternhaus wirkt auch im späteren Leben noch so stark, wenn wir uns nicht bewusst damit beschäftigen. Dann kann es geschehen, dass wir eigene Wünsche und Vorstellungen beim ersten Gegenwind in die Schublade stecken oder ganz aufgegeben.

Überprüfung Deines Vorhabens:

Bevor Du Dich auf den Weg machst, frage Dich, ob es tatsächlich Deine Wünsche sind:

  • Bringe ich mit meinem Ziel meine Individualität zum Ausdruck?
  • Passt mein Vorhaben zu mir und meiner Persönlichkeit?

E wie Eigen-artig 

Die gewählte Scheibweise ist kein Tippfehler! Vielmehr deutet der zweite Teil des Begriffs bereits darauf hin, dass Deine eigene Art und Weise im Vordergrund stehen sollte. Allerdings anders als bei der Individualität liegt der Fokus hier auf dem darin enthaltenen „Aneck-Potential“.

Bist Du immer noch artig?

Sehr viele von uns sind mit der Aufforderung groß geworden, doch bitte immer schön artig zu sein. Also lieb, brav und nett. Bloß nicht auffallen war die Devise. Das hat uns davon abgehalten, den eigenen Wünschen zu folgen, egal, was andere darüber dachten.

Spätestens ab der Lebensmitte sollten wir unsere eigenen Wünsche verwirklichen, statt der Herde hinterher zu laufen. Oder uns davon abhängig machen, was andere über unsere Wünsche denken.

Wobei es nicht darum geht, um jeden Preis anders zu sein. Sondern die eigenen Vorstellungen ernst zu nehmen und das in uns vorhandene Potential auszuschöpfen.

Überprüfung Deines Vorhabens:

  • Besteht die Möglichkeit, dass ich mit meinem Ziel bei anderen anecke oder sogar auf Ablehnung stoße? Wenn ja, wie gehe ich damit um?
  • Ist mein Vorhaben zumindest ein klein wenig verrückt, ungewöhnlich oder unmöglich, dafür jedoch „typisch ich“?

L wie Lustvoll

Das Maß an Energie wie auch Herzklopfen, das Du beim Gedanken an Dein Ziel verspürst, ist ein guter Gradmesser dafür, wie erfolgreich Du damit sein wirst. Wähle etwas, das für Dich mit einem positiven Lebensgefühl verbunden ist und Vorfreude in Dir auslöst.

Den inneren Reichtum zum Ausdruck bringen

Wenn Du damit an Deinen inneren Reichtum anknüpfst, setzt Du viele Kräfte frei. Das trägt dazu bei, auch in schwierigen Phasen Deines Wegs am Ball zu bleiben und Hindernissen die Stirn zu bieten..

Überprüfung Deines Vorhabens:

  • Ist mein Ziel mit dem Lebensgefühl verbunden, das ich mir am meisten wünsche?
  • Wie viel Begeisterung und Freude löst es in mir aus?

E wie Emotionen

Gefühle weisen uns den Weg – auch für die Zielerreichung. Was Du fühlen kannst, kannst Du auch erreichen. Andernfalls bleibst Du in Deinem „Kopfkino“ hängen, weil Deinem Vorhaben die emotionale Basis fehlt.

Vielleicht stellst Du an dieser Stelle, dass Du großen Respekt vor der geplanten Aufgabe hast. Sie erscheint Dir zu groß und zu mächtig. Das signalisiert Dir: Dieses Vorhaben bedeutet mir etwas! Es ist kein „mehr von…“ dem, was Du schon kennst. Wenn uns etwas besonders wichtig ist, geht meist ein gewisses Muffensausen damit einher. Das ist völlig normal und zeigt Dir, welchen emotionalen Stellenwert dieses Vorhaben für Dich hat.

Überprüfung Deines Vorhabens:

  • Bietet mir mein Ziel einen Raum für persönliches Wachstum und einen Sinn?
  • Kann ich bereits fühlen, wie es sein wird, mein Ziel zu erreichen? Fühle ich mich dort „richtig“?

An diesem letzten Punkt ist besondere Vorsicht geboten!

Es gibt einen Unterschied zwischen „Ich fühle mich dort richtig“ und „Es fühlst sich richtig an“.

Im ersten Fall bist Du mit Deinem Zukunfts-Ich verbunden, das eine aufgeregte Vorfreude verspürt, auch wenn es den Weg dorthin noch nicht kennt. Du vertraust darauf, dass der Weg im Gehen entstehen und Dich an Dein Ziel bringen wird.

Im zweiten Fall gehst Du in den Außenblick und eine Bewertung. Vielleicht sagt Dir Dein Bauchgefühl: Oh, das wird schwierig! Ob es uns dort wohl gut gehen wird?! Das ist die Stimme Deiner Angst oder des Zweifels, die auf den Erfahrungen der Vergangenheit beruht.

Unabhängig davon, wie Du persönlich zu SMART stehst, bietet Dir der ZIELE-Ansatz mehr persönliche Anhaltspunkte, um Dein Vorhaben zu überprüfen und vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken.Du erkennst die tiefere Bedeutung Deines Ziels für Deine Zukunft. Diese fünf Schritte sind kein Automatismus, den Du abspulst. Sie sind eine aktive Auseinandersetzung mit dem, was Dich ausmacht und für Dein Leben wichtig ist.

Was möchtest Du in 2024 erreichen?

Und zwar nicht im gewohnten, als machbar betrachteten Rahmen, sondern wenn Du so richtig groß denken würdest…?

Die Rahmenbedingungen waren nie besser als jetzt.

So vieles ist in Bewegung, dass sich völlig neue Möglichkeiten ergeben. In 2024 bekommst Du und wir alle enormen Rückenwind für alles, mit dem Du zutiefst verbunden bist und was wirklich „DEINS“ ist (in Anlehnung an den ersten Punkt der MUT-Formel: MEINS).

  • Du weißt (noch) nicht, was Dein MEINS ist?
  • Du möchtest Dich gerne erfolgreich für 2024 aufstellen?

Nutze den Workshop „Dein Leitstern 2024“ am 16. Dezember für Deine glasklare Ausrichtung auf das Größere, das durch Dich in die Welt kommen möchte, und die ersten wichtigen Schritte dorthin.

Überprüfst Du Deine Ziele?
Teile gerne in den Kommentaren Dein Vorgehen und Deine Erfahrungen.

PS: Geh' Deinen eigenen Weg – es gibt keinen besseren!

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Ulrike Bergmann

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