Brainstorming: alte und neue Wege

Brainstorming, die klassische Ideenfindungsmethode, ist immer noch ein großartige Möglichkeit, Lösungen zu finden und neue Ideen zu entwickeln. Dieser Beitrag stellt die bewährten Grundregeln und -prinzipien vor und zeigt, wie sich die Methode auch für Einzel-Brainstormings nutzen lässt und aus jeder Idee eine großartige Lösung entstehen kann.

Darum geht's hier:

Vermutlich kennst Du diese Methode des Brainstormings bereits und hast schon Erfahrungen damit gemacht. Dann erinnert dich dieser Beitrag an die Grundregeln, mit denen die besten Ergebnisse entstehen.

Wenn du diese Methode noch nicht kennst…

Es handelt sich um eine intuitiv-assoziative Technik, die vom Amerikaner Alex F. Osborne 1939 entwickelt und später von Charles Hutchison Clark modifiziert wurde. Sie erfreut sich bis heute großer Beliebtheit und ist eine sehr bekannte und häufig eingesetzte kreative Methode, um zu neuen Ideen zu gelangen. Auf einen kurzen Punkt gebracht, wird Brainstorming wie folgt definiert:

Eine Methode zur Ideenfindung, mit der in einer Gruppe von Menschen neue, ungewöhnliche Ideen erzeugt werden.

Wenn die unten genannten Spielregeln eingehalten werden, lässt sich in kürzester Zeit eine Vielzahl von Ideen produzieren, die es wert sind, genauer untersucht zu werden.

Am Anfang eines jeden Brainstormings steht eine genaue Definition des Problems, für das eine Lösung gesucht wird. Die Aufgabenstellung sollte so einfach und doch so speziell wie möglich sein. Je klarer die Aufgabe formulieren ist, desto vielfältiger und besser sind die Resultate, die dabei entstehen.

Wichtig ist auch, dass alle Teilnehmer an einer Brainstorming-Sitzung die Spielregeln kennen und diese einhalten. Nur dadurch entsteht ein gutes und produktives Klima, das vielfältige,  brauchbare und kreative Ideen entstehen lässt.

Fünf Grundregeln

Beginnen wir mit den Grundregeln, die dafür die Voraussetzung dafür sind.

1. Keine Kritik

Die Bewertung und Beurteilung der entstandenen Ideen erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, meist in einer separaten Sitzung nach Abschluss der Ideenfindung. Anregungen dafür findest du am Ende des Beitrags.

2. Ideen freien Lauf lassen

Je ausgefallener die Idee, desto besser. Daher ist es sinnvoll, zum „um die Ecke denken“ einzuladen. Verrückte Ideen lösen oft Abwandlungen aus und führen dadurch zu passenden und praktikablen Lösungen. Es ist einfacher, eine Idee zu „bändigen“ als neue hervorzubringen.

3. Je mehr, desto besser

Ziel eines Brainstorimings ist es, so viele Ideen wie möglich zu sammeln. Je mehr entstehen, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit für eine wirklich passende Lösung. Das bedeutet auch, nicht zu früh aufzuhören, sondern Denk-Pausen zuzulassen und nach dem ersten Ideenschub weiterzumachen.

4. Anknüpfungen, Verbesserungen und Modifikationen

Aus dem Gedanken einer Person lassen sich bereits entstandenen Ideen durch Assoziationen und Erweiterungen, bis hin zu Umkehrungen erweitern. Es entstehen vielfältige Kombinationen, die so zuvor noch nicht gedacht wurden und letztlich bessere Ergebnisse.

5. Jede Idee wird schriftlich festgehalten

Es ist wichtig, dass kein Vorschlag verlorengeht. Deshalb sollte eine Person die Schriftführung übernehmen und wirklich jeden Gedanken aufschreiben. Das signalisiert den Teilnehmenden auch: Meine Ideen werden gehört 😉

… und zwei Prinzipien

Außer diesen Grundregeln gibt es noch zwei Prinzipien, die als Fundament einer guten und produktiven Ideenfindungssitzung wichtig sind. Das erste Prinzip wurde unter Punkt 3 bereits deutlich:

Quantität vor Qualität

Über die Jahrzehnte hinweg hat sich erwiesen, dass die besten und wertvollsten Ideen erst nach einer Aufwärmphase kommen. Zunächst müssen sich die Teilnehmenden aus ihren gewohnten Denkschablonen lösen. Wer hier aufhört, verschenkt Möglichkeiten für einen echten Duchbruch. Mach‘ deshalb weiter, auch wenn der Ideenfluss ins Stocken gerät. Lass‘ eine Denkpause zu. Häufig kommen die interessantesten Ideen erst danach.

Das zweite und noch wichtigere Prinzip lautet:

Killerphrasen sind tabu

Sobald in der Sitzung die erste kritische Bemerkung erfolgt, womöglich in Form von Sätzen wie „Solch ein Blödsinn!“, kann man das Brainstorming abbrechen. Ab dem Zeitpunkt ist die Kreativität der Teilnehmer blockiert und es kommen nur noch „sichere“ Vorschläge aus Angst, sich ebenfalls einen abwertenden Kommentar einzuhandeln.

Abwandlungen und weitere Einsatzbereiche

Bekannt geworden ist Brainstorming als eine Gruppen-Methode. Es lässt sich auch sehr gut alleine durchführen. Dazu einige Anregungen:

Versetze Dich in eine andere Identität

Überlege oder fantasiere, wie diese Person das Problem lösen würde oder – wenn es sich um eine historische Figur handelt – gelöst hätte.

Hier einige Beispiele für andere Identitäten:
ein Steinzeitmensch, ein Astronaut, eine Person des anderen Geschlechts, bekannte Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Marie Curie, George Clooney oder Oprah Winfrey, der Dalai Lama oder eine Politikerin.  

Aus der Sicht eines anderen Lebensraums

Wie würde das Thema am Nordpol gelöst? In der Südsee? In der Wüste? Auf dem Mond? Im Regenwald?

Ziehe eine andere Epoche heran

Wie stellt sich die Situation dar, wenn du diese Aufgabe in die Zeit der Antike versetzt? In die Renaissance? Ins Jahr 2050?

Einmal begonnen, fallen dir sicher weitere Varianten ein. Damit erweiterst du dein kreatives Potential und bist nicht mehr darauf angewiesen, Menschen für ein Brainstorming zu finden.

Wichtig ist: Hab‘ Spaß daran!

Falls du Lust auf ein Gruppenerlebnis hast, lade Freunde zu einer Ideenfindungsparty ein. An einem Abend können alle, die wollen, ein Thema einbringen und mit zahlreichen neuen Ideen nach Hause gehen. Das bringt alle auf neue Ideen und macht Spaß. Und wer weiß, vielleicht ergeben sich dabei noch weitere Vorschläge für dich selbst und deine Freunde.

Wie geht es nach dem Brainstorming weiter?

Eingebrachte Ideen werden erst mit zeitlichem Abstand beurteilt und bewertet. Dafür empfehle ich dir, jede Idee mit diesen Fragen zu überprüfen:

  • Was ist der brauchbare Kern in der Idee?
  • Wie lassen sich unbrauchbare Teile abwandeln?
  • Welche weiteren Ideen steckt darin?
  • Was davon lässt sich für mein Vorhaben schnell und einfach nutzen?

Ich wünsche dir spielerische Freude beim Entdecken neuer Möglichkeiten.

Du wünschst dir regelmäßig neue Möglichkeiten für deinen eigenen Weg?

Dann empfehle ich dir das MUT-Camp – die Frauen-Gemeinschaft, in der Visionen wahr werden.

PS: Geh' Deinen eigenen Weg – es gibt keinen besseren!

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Ulrike Bergmann

Zeige Dich mutig, selbstbewusst und auch frech, so wie Du bist und sei damit auf Deine Weise erfolgreich.

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