Was ist Deine Motivation für die Selbständigkeit?

Eine gesellschaftliche Veränderung anstoßen? Arbeit und Freizeit in Einklang bringen? Oder nie wieder abhängig als Angestellter arbeiten? Auf dem Weg in die Selbständigkeit ist Deine persönliche Motivation eine der zentralen Fragen:

Warum mache ich mich selbstständig und was will ich damit bewirken?

Noch ehe Du Dich im Detail mit Deiner Geschäftsidee beschäftigst, solltest Du Deine individuelle Antwort auf diese Frage finden. Denn sie enthält ein großes Potential und kann Dir bei Deinen weiteren Schritten als Wegweiser dienen. Besonders im Dienstleistungsbereich, in dem Person und Idee zueinander passen müssen, um authentisch erfolgreich zu sein, ist die Frage nach der eigenen Motivation Dreh- und Angelpunkt für ein tragfähiges Geschäftsmodell.

Zudem lassen sich Deine Antworten für viele weitere Schritte nutzen. Wie Du das darin steckende Potential nutzt, um Dich immer wieder neu zu motivieren und auch in schwierigen Phasen oder bei Rückschlägen weiter zu machen, erfährst Du in diesem Beitrag.

Wirkung nach Innen

So einzigartig wir Menschen durch unsere unterschiedlichen Talente, Lebenserfahrungen, Wünsche und Bedürfnisse sind, so individuell sind auch die Facetten, die Dich dazu bewegen, Deinen eigenen Weg in die Selbständigkeit zu gehen. Der einen Person geht es darum, sich einen soliden Lebensunterhalt zu sichern. Einer anderen ist es wichtig, die Lebensumstände einer bestimmten Personengruppe zu verbessern. Zwischen diesen beiden Polen liegen viele weitere Motive. Manche davon offenbaren sich erst im Laufe des Weges durch Erfahrungen, Niederlagen und Erkenntnisse. Daher ist die Frage nach der persönlichen Motivation kein Thema, das Du einmal erledigst und dann dauerhaft zur Seite legst.

Die meisten Menschen brauchen ein klares Motiv, damit sie bedeutsame Schritte gehen und sich selbst gegenüber verbindlich bleiben. Im Unterschied zu einer angestellten Tätigkeit sind zu Beginn der Selbständigkeit viele kleine Schritte erforderlich, die zunächst keine finanziellen Ergebnisse bringen. Es sind Vorleistungen, die Du in gewisser Weise „ins Blaue hinein“ unternimmst. In der Hoffnung, dass sie Dir die gewünschten Erfolge bringen. Das kann zu großer Unsicherheit führen, bis hin zu Zweifeln, ob Du auf dem richtigen Weg bist.

Unsicherheit und Zweifel lassen sich mit einer glasklaren Motivation leichter annehmen und überwinden. Denn Du weißt, was Dich antreibt und „am Montag – oder an jedem anderen Tag – aus dem Bett springen lässt“. Und dies unabhängig davon, ob an diesem Tag ein Auftrag darauf wartet, von Dir bearbeitet zu werden oder ob es „nur“ darum geht, Strukturen für Deine Buchhaltung zu entwickeln oder die Ablage zu erledigen. Beides gehört bei vielen Selbständigen zu den eher unbeliebten Aufgaben, die dennoch erledigt werden müssen 😉

Wirkung nach Außen

Die äußere Wirkung zeigt sich zunächst und vor allem in den Ergebnissen, die Du erzielst. Denn auf Basis Deiner inneren Motivation entwickelst Du ein Geschäftsmodell, das sich mit dieser deckt und damit optimal zu Dir passt: Du und Dein in Angebote verpacktes Thema sind eins. Daran gibt es für Dich überhaupt keinen Zweifel – und damit auch nicht für die Menschen, mit denen Du arbeiten wirst. Das ist so faszinierend: wenn beides – Deine Motive und Dein Business – wie ein für Dich gemachtes Kleid zusammenpassen, wird kein Mensch daran zweifeln, dass Du kannst, was Du sagst. 

Das führt zu einem wunderbaren Kreislauf, den ich Dir hier kurz skizziere:
–> Du bist überzeugt und gehst mit Deinem Angebot selbstbewusst nach draußen
–> Deine Kunden erleben Dich als stimmig und überzeugend in Deinem Handeln
–> Deine Kunden vertrauen Dir und Deinen Fähigkeiten
–> Deine Kunden erleben die versprochenen Ergebnisse
–> Deine Kunden erzählen anderen von dem Mehrwert, den Du für sie geschaffen hast
–> Deine Sichtbarkeit, Deine Reputation und die Zahl der Anfragen und Käufer Deines Angebots wachsen
–> Du kannst höhere Preise verlangen und steigerst Deine Einnahmen …

Kannst Du sehen, wie Du mittel- bis langfristig zu großartigen Ergebnissen gelangst? Ergebnisse, die Du mit der Zeit immer leichter erreichst, die Dir Freude machen und die Dein Handeln weiter beflügeln?

Denk bei diesem rosarot wirkenden Bild daran:

Voraussetzung und Ausgangspunkt für diesen Kreislauf ist Deine glasklare Motivation!

Deine Motivation ist der Schlüssel, der Dir in wichtigen Situationen die Türe zu größerem Erfolg und mehr Leichtigkeit öffnet. Hier einige Beispiele dafür:

  • Du erkennst, wann es Zeit ist, zu handeln und verstehst, warum Du lieber noch etwas abwartest …
  • Du lernst Deiner Intuition zu vertrauen – sie weiß am besten, wie, wo und wann sich Deine Motive einbringen lassen …
  • Du spürst, ob eine Partnerschaft für Dich richtig ist und kannst Dich leichter für oder gegen Kooperationen entscheiden…

Die Suche nach Deinen wahren Motiven.

Beginne zunächst mit den oberflächlichen, offensichtlichen Motiven: Geld verdienen, Lebensunterhalt sichern, Menschen helfen, aktiv sein, das Alter gestalten …
Doch dabei solltest Du nicht stehen bleiben. Bohre noch tiefer und finde Deine darunter verborgenen Antriebe. Was Du Dir selber nur langsam eingestehst und was Dir vielleicht peinlich ist oder sogar vermessen erscheint.

Hier ein paar Anregungen, was sich dahinter verbergen könnte:

  • Die Beste in Deinem Feld zu werden – auch wenn Du noch weit davon entfernt bist …
  • Jemand Bestimmtes in Deinem Umfeld überflügeln zu wollen – egal, wer dies ist …
  • Deine Talente, Dein Geld oder Deine Kontakte dafür einzusetzen, dass etwas Verrücktes, Großartiges, Nie-dagewesenes entsteht – auch wenn Dich Dein Umfeld für verrückt erklärt! …

Sei absolut ehrlich mit Dir selber.
Es sind DEINE Motive. Du musst sie mit niemandem teilen. Sie gehören ganz alleine Dir 🙂

Das Vorgehen in zwei Teilen

Die folgenden Fragen dienen Dir dazu, Deine Motive herauszufinden. Klarheit darüber zu gewinnen, was Dich veranlasst, immer wieder aufzustehen, auch wenn es schwerfällt. Täglich kleine oder große Schritte zu unternehmen, auch wenn sich Ergebnisse nicht sofort zeigen. Dein Business so zu gestalten, dass es Dich widerspiegelt, zu Dir passt UND das bewirkt, was Du Dir davon wünschst und erwartest.

Das Vorgehen besteht aus einer Matrix mit zwei Teilen und jeweils zwei Fragen – eine bezieht sich auf Dich selber, die andere auf das Außen. Erst in der Kombination aus Innen und Außen entsteht die zuvor beschriebene Wirkung. Denn eine erfolgreiche Selbständigkeit ist kein Selbstzweck, sondern dient IMMER auch anderen.

1. Teil: Wozu dient es?

  • Welchen Gewinn / Nutzen / Vorteil verspreche ICH mir davon?
  • Welchen Gewinn / Nutzen / Vorteil haben Andere (Menschen, Tiere, Umwelt, Gesellschaft…) davon?

2. Teil: Wohin führt es?

  • Was soll sich für mich verändern? Was wird mir dadurch möglich?
  • Wie wird sich dies auf Andere auswirken? Welchen Beitrag leiste ich damit: … für meine direkte Umgebung? … eine bestimmte Gruppe? … die Gesellschaft?

Mache Dich gleich ans Werk, denn es kann ein wenig dauern, bis Du alle Antworten gefunden hast und sie sich stimmig für Dich anfühlen. Nimm Dir diese Zeit und ergänze nach und nach Deine Punkte.

Die Fragen kannst Du Dir als Matrix hier herunterladen.

PS: Gehe Deinen eigenen Weg – es gibt keinen besseren!