Was wäre, wenn dein Leben perfekt wäre?

Kennst du das? Du kritisierst häufig an dir herum, findest regelmäßig Dinge, die du an dir nicht magst und die dringend verbessert werden müssten. Damit kann man sich bestens beschäftigen – und ein gewisses Maß an persönlichem Wachstum entsteht ebenfalls daraus. Jedenfalls, wenn du diese „Anfälle“ tatsächlich für die Selbsterkenntnis nutzt.

In diesem Beitrag erfährst du, wie ein anderer, dein persönlicher Weg aussehen kann.

Darum geht's hier:

Was bringt es, sich ständig mit sich selbst zu beschäftigen?

Die wenigsten Frauen stellen sich diese Frage. Sie lassen sich zu oft in das fallen, was auftaucht und begeben sich damit in eine Opferrolle: Ich kann nicht anders, ich bin halt so!

Mit solchen Gedanken, die eher eine Flucht ins scheinbar Unvermeidliche gleichen, kommst du nie woanders hin. Schauen wir uns an, was dahinter steckt und wie du aus diesem Karusselll aussteigen kannst.

Die Sucht des Anders-Sein

Oft führt dieser kritische Blick auf sich selbst dazu, das nächste Selbsthilfebuch, den nächsten Ratgeber zu kaufen oder sich zu einem weiteren Kurs oder einer neuen Fortbildung anzumelden. Das beschäftigst und beruhigt eine Weile. Doch es ändert – nichts!

Wenn du ernsthaft an die Sache gehst, tauchst du tiefer ein, statt nur die eine oder andere Aufgabe auszuprobieren. Das befriedigt die Kritikerin für eine Weile und beruhigt ein wenig.

Bis die nächste Situation auftaucht.

Wieder fühlst du dich nicht wohl oder hast den Eindruck, dass mit dir etwas nicht stimmt. Wieder startet das Kopfkino:

  • Alle anderen gehen mit Leichtigkeit auf andere zu und knüpfen Kontakte. Nur ich versteck‘ mich mal wieder!
  • Die Kollegin hat viel höhere Umsätze. Die erreiche ich im Leben nicht! Wie macht sie das nur?
  • Neidisch blickst du auf deine Freundin. Ihr gelingt es so viel besser, sich zu präsentieren. Zudem ist sie schöner … schlanker … jünger … charmanter … usw.

Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen. Du kennst deine wiederkehrenden Gedanken 😉

Wem nutzen diese Gedanken und Bewertungen?

Dem Buchhandel und den Coaching- und Seminaranbietern mal auf jeden Fall. Ganze Bereiche leben hiervon – und zwar nicht schlecht 🙂

Solange du in der Selbstverurteilung bleibst, ändert sich nichts.

Im Gegenteil!
Es besteht die Gefahr, dass du dich immer tiefer in ein Loch gräbst, aus dem du nur noch schwer herauskommst.

Hier zeige ich dir zwei Ansätze, mit denen du dies vermeidest und wirklich weiterkommst.

Sich den Fragen dahinter stellen

Beschäftige dich bewusst mit deinen Gedanken und Bewertungen.

Das Gute daran: Du lernst dich besser kennen und verstehst deine Handlungen und Muster. Die zielgerichteten und förderlichen Fragen, die in allen Ratgeberin enthalten sind, helfe dir dabei. Auch in meinem Buch „Mit Leichtigkeit zum Ziel“ findest du viele gute Fragen und Anregungen für deinen persönlichen Weg. Je ausführlicher und tiefer du dich mit ihnen beschäftigst, desto mehr Erkenntnisse gewinnst du.

Am besten machst du dies schriftlich.

So bleibt es nicht beim Denken – was wieder zu einem immerwährenden Karussell werden kann. Das Schreiben konzentriert und du erkennst Wiederholungen ebenso wie Fortschritte. Drei Anregungen dazu findest du in meinem Video „Wie (persönliches) Schreiben wirkt!“

Spoiler: Alleine ist dies deutlich schwieriger als mit Begleitung. Dafür lieben wir einige unserer „blinden Flecken“, auch Eigenheiten genannt – so bin ich halt! – zu sehr.

Ein persönliches Beispiel…

In meiner Angestelltenzeit habe ich aus solchen Situationen heraus viele Seminare besucht und dadurch sehr viel gelernt – über mich selber und die jeweiligen Umstände. Damals habe ich im Traum nicht daran gedacht, dass ich damit die Basis für meine heutige Tätigkeit als Coach und Workshopleiterin lege 🙂

Die Gefahr darin: die Suche endet nie 😉

Der Nachteil der permanenten Beschäftigung mit den eigenen Mängeln und Schwachstellen:

Du bleibst eine ewig Suchende und kommst nie ganz bei dir an.

Die Gefahr, nie zufrieden zu sein und gleich ins nächste Programm einzusteigen, wird durch die vielen Angebote, mit denen wir in den sozialen Medien überschwemmt werden, noch verstärkt.

Schlimmstenfalls wird daraus eine „Selbstverbesserungssucht“. Nicht ohne Grund bezeichnen sich manche Frauen als „Seminar-Junkie“. Ständig an sich zu arbeiten, wird zu einem innerer Drang, lässt keine Ruhe und führt zu einer ständigen inneren Spannung.

Wie wäre es mit Selbstannahme?

Wenn der Drang mal wieder besonders groß ist, kannst du dir Frage stellen:

Was wäre, wenn ich mein Leben als vollkommen betrachten würde – so wie es ist?

Mit allen Aspekten, auch denen, die du nicht sonderlich an dir magst.

Als ich mir diese Frage vor Jahren das erste Mal stellte, war dies wie ein innerer Donnerschlag. Er rüttelte mich auf und ließ mich aufhorchen.

Danach breitete sich eine große Ruhe in mir aus.

Bis sich eine schüchterne Stimme bemerkbar machte: Das wäre toll!

Dieser Spur folgte ich in den folgenden Tagen und landete bei einem weiteren interessanten Gedanken:

Wenn ich Schöpferin und Gestalterin meines Lebens bin (und davon gehe ich aus!), habe ich genau dieses Leben mit all seinen Umständen geschaffen – den angenehmen ebenso wie denen, die mir nicht so gut gefallen.

Schluck!
Das ist erstmal schwer verdaulich.
Dann habe ich ja die Verantwortung dafür…
Adé, schöne Opferrolle und Finger nach außen richten 🙁

ABER… dann kann ich ja etwas verändern!

Das führt zu ein paar klugen und tiefergehenden Fragen:

  • Wie habe ich es gemacht, mein Leben so zu gestalten?
  • Was sind die besonderen Merkmale meiner Art zu handeln?
  • Welche Gedanken über mich beeinflussen meine persönliche Gestaltung?

Diese und weitere Fragen habe ich mir regelmäßig gestellt. Nach und nach kam ich mir damit auf die Spur, oder auf die Schliche 😉

Daraus entstand ein tiefes Selbstverständnis – ganz im Sinn dieses Wortes: ein Verständnis meiner Selbst, wie ich es in all den Jahren zuvor noch nicht erlebt hatte. Zum ersten Mal habe ich mich zutiefst erkannt und einen roten Faden in meinem Leben verstanden.

Anmerkung:
Ich glaube, dass es nicht nur einen roten Faden gibt, sondern viele, die unser Handeln und unsere Ergebnisse beeinflussen…

Unterwegs auf der falschen Spur

An meiner Erkenntnis gab es eine überraschende Facette dazu, wie ich diesen roten Faden über die Jahre immer wieder formuliert hatte: Ich will mich nicht anstrengen.

Bis ich erkannt habe, was meinen geschulten Augen heute sofort auffällt: Dieser Satz ist negativ ausgerichtet, auch etwas, was ich NICHT wollte.  Über all die Jahre hatte er die entsprechende Auswirkung: Anstrengung!

Die Ironie daran: Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon über 15 Jahre Menschen begleitet und unterstützt, ihre Ziele kraftvoll und positiv zu formulieren und mir selbst war es nicht aufgefallen 😉

Nach diesem Schock habe ich ein neues Motto gewählt, das seither seine Wirkung entfaltet: Ich gestalte mein Leben mit Leichtigkeit.

Es ist verblüffend und faszinierend zugleich, dies seither immer wieder aufs Neue zu erleben.

Den roten Faden entdecken

Wenn wir den roten Faden in unserem Leben kennen, können wir ihn bewusst einsetzen. Wir wissen, was uns wichtig ist und können danach handeln. Dadurch hadern wir viel weniger damit, wer oder was wir sind und wo wir in unserem Leben stehen.

Damit bekommt das oben erwähnte und zuvor kokett gemeinte „Ich bin halt so!“ eine völlig andere Qualität: Wir steigen aus der Opferolle aus und stehen selbstbewusst für das ein, wer wir in unserer Einzigartigkeit sind und was wir damit beeinflussen und bewirken können UND wollen. Das hat unvorstellbare Auswirkungen auf die Ergebnisse, auch in deinem Business 🙂

  • Weißt du, was dich auszeichnet, aus der Menge hervorhebt und dich einzigartig macht?
  • Wie nutzt du dieses Wissen in deinem Alltag?
  • Wie zeigt es sich in deinen Angeboten und der Art, wie du dein Business führst?

Diesen Fragen gehst du in meiner Coachinggruppe „Geh‘ endlich deinen Weg!“ nach und gelangst zu einer neuen Zufriedenheit.
In diesen 10 Wochen erkennst du, was dich einzigartig sein lässt, wie du dies in deine künftigen Angebote einfließen lässt und dadurch leicht, klar und selbstbewusst mehr erreichst als zuvor möglich war.

PS: Geh' Deinen eigenen Weg – es gibt keinen besseren!

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Ulrike Bergmann

Zeige Dich mutig, selbstbewusst und auch frech, so wie Du bist und sei damit auf Deine Weise erfolgreich.

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